Weil der Sachverständige bereits etliche Gutachten erstellte, kann er auch von einigen Fällen berichten. Dazu betrachtet er keine einzelnen Fälle sondern neutral einzelne Problematiken. Die Aufgabenstellungen reichen von einfachen, bis hin zu recht komplexen zu beantwortenden Fragen.

Weil der Sachverständige erst im Mai 2018 vereidigt wurde, beziehen sich die vorstehenden Fälle auf seine die Tätigkeit als freier Sachverständiger.

Wenn die ersten Fälle als ö.b.u.v. Sachverständiger abgeschlossen und interessant genug sind, erfolgt eine Fortsetzung der Liste.

Stallwärmepumpe

Fragestellungen:

  • Warum bringt diese Wärmepumpenanlage nicht die gewünschte Kosteneinsparung?
  • Warum ist der Warmwasserkomfort unbefriedigend?
  • Warum werden die Schweineboxen von dem PE-Rohr-Kollektor im Stall so nass?

Antworten

Zunächst definiere ich den Begriff „Stallwärmepumpe“: Dieser Wärmepumpe dienten im Stall an der Wand verlegte PE-Rohre als Wärmequelle. Die Wärmesenke sind kleine Fußbodenheizungen in den Boxen für die Ferkel. Ergänzend sollte mit der Wärmepumpe über den Pufferspeicher und ein Frischwassersystem Warmwasser erzeugt werden.

 

Antwort auf: Warum bringt diese Wärmepumpenanlage nicht die gewünschte Kosteneinsparung?

Die Wärmepumpe bezeichnete ich als Stallwärmepumpe, weil als Wärmequelle im an den Stallwänden verlegte PE-Rohre dienten. D.h. dass Sole durch diese zirkulierten und damit dem Stall Wärme entzogen wurde. Diese dem Stall entzogene Wärme sollte sowohl zur Warmwasserbereitung als auch zur Erwärmung der Fußbodenheizung für die Ferkel im Stall dienen. Es wurde also Wärme dem Stall entzogen und diese der Fußbodenheizung im Stall wieder zugeführt. Das errinnert an ein Perpetuum Mobile, welches bekanntlich nicht funktioniert.

Weiterhin ist der Pufferspeicher für die gleichzeitige Beheizung mit niedriger Vorlauftemperatur und Warmwasserbereitung mit hoher Vorlauftemperatur ungeeignet. Dadurch arbeitet die Wärmepumpe nahezu ausschließlich mit einer hohen Vorlauftemperatur. Das verringert ebenfalls den Wirkungsgrad.

 

Antwort auf: Warum ist der Warmwasserkomfort unbefriedigend?

Wenn die Heizungsumwälzpumpe einschaltet, wird der Wärmepumpe erst mal kühleres Wasser aus dem unteren Bereich des Pufferspeichers zugeführt (Rücklauf). Die Wärmepumpe erwärmt das Wasser um etwa 5 – 6°C (Vorlauf). Dieses strömt oben in den Pufferspeicher ein. Das führt zu einer Vermischung im Pufferspeicher. Folglich steht während eines Ladevorganges kein befriedigend warmes Wasser zur Verfügung.

 

Antwort auf: Warum werden die Schweineboxen von dem PE-Rohr-Kollektor im Stall so nass?

Als Wärmequelle dienten an den Wänden im Stell verlegte PE-Rohre. Durch diese strömt eine zuvor von der Wärmepumpe gekühlte Sole. Aufgrund der stark abgekühlten PE-Rohre kondensiert Feuchtigkeit, die dann abtropft.

Stallwärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage mit Erdkollektor

Fragestellung:

  • Warum verliert das Solesystem (Erdkollektor) Sole?

Antworten

Antwort auf: Warum verliert das Solesystem (Erdkollektor) Sole?

Hier ist ein semiprofessioneller Soleverteiler erkennbar. Offensichtlich ist dieser selbst undicht. Die einzelnen Solekreise ließen sich so nicht überprüfen, weil diese nicht einzeln absperrbar waren. Ein Abklemmen der recht starren PE-Rohre war in dieser engen Brunnenstube nicht problemlos möglich.

Nachdem dieser Soleverteiler ausgetauscht wurde, war immer noch ein Soleverlust zu verzeichnen. Das wies auf Leckagen einzelner Kreise hin.

Hinweis: Hier wurde das Erdreich unzulässig mit Glykol kontaminiert.

Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage

Fragestellungen:

  • Warum sind die Betriebskosten bei dieser Wärmepumpe so hoch?
  • Warum wird das Gebäude nicht ausreichend warm?
  • Warum vereist der Erdkollektor?
  • Warum funktioniert die Kühlung über die Warmwasserbereitung nicht?

Antworten

Antwort auf: Warum sind die Betriebskosten bei dieser Wärmepumpenanlage so hoch?

Für die recht hohen Betriebkosten fand ich mehrere Ursachen:

  1. Die Wärmequelle, d.h. der Erdkollektor ist viel zu klein. Dadurch sinkt die Quellentemperatur. Folglich steigt die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Wärmesenke (Heizungswasser). Das verschlechtert erheblich den Wirkungsgrad der Wärmepumpe.
  2. Die Wärmepumpe ist viel zu klein ausgelegt. Das hat zur Folge, dass sie in kalten Tagen die erforderliche Wärme nicht erzeugen kann. Um dies Defizit zu kompensieren, schaltet ein Elektroheizstab zu. Das verschlechtert eklatant den Gesamtwirkungsgrad.
  3. Weiterhin verursachen bauliche Mängel (Wärmebrücken) erhebliche Wärmeverluste.

 

Antwort auf: Warum vereist der Erdkollektor?

Ganz einfach: Er ist viel zu klein ausgeführt. Und die jährlichen Betriebsstunden sind aufgrund der zu kleinen Wärmepumpe deutlich überzogen. Aufgrund der zu kleinen Fläche, ist die Entzugsleistung größer als die flächenspezifische Wärmeabgabe des Bodens. Deswegen wird der Boden im Winter sehr stark ausgekühlt. Das hat zur Folge, dass der Boden vereist und dies sogar zu Verwerfungen führte.

 

Antwort auf: Warum funktioniert die Kühlung über die Warmwasserbereitung nicht?

Die Beantwortung dieser Frage ist nicht ganz so einfach, weil die Kühlung dieses Hauses etwas unüblich ist. In dem Haus ist eine separate Warmwasserwärmepumpe installiert. Dieser Warmwasserwärmepumpe dient als Wärmequelle die Fußbodenheizung des Hauses. D.h., dass zur Warmwasserbereitung die Wärmepumpe die dazu erforderliche Wärme dem Fußboden entzieht. Dadurch soll im Sommer der Fußboden gekühlt werden. Im Heizbetrieb wird die erforderliche Wärme von der Gebäudewärmepumpe geliefert.

Hier wurde nicht bedacht, dass die geplanten zwei Personen gar nicht so viel Warmwasser brauchen, wie für eine effektieve Kühlung des großen Gebäudes erforderlich sind. Das Verhältnis Anzahl der Personen und die Größe des Gebäudes wurden falsch eingeschätzt. Dazu kommt, dass sehr große Fensterflächen eine starke solare Erwärmung verursachen.

 

Zusammenfassung: Eine komplette Fehlplanung vom Haus bis zur Wärmepumpenanlage.

Diesen Mandanten betreue ich bereits über acht Jahre. Hier ist es gemeinsam mit mehreren Kollegen gelungen, die Sachlage nun so darzustellen, dass die gegnerische Partei wohl kaum noch eine Chance hat. Wir hoffen nun auf ein gutes Ende.

Wasser-Wasser-Wärmepumpenanlage

Fragestellung:

  • Was ist die Ursache, warum die Wasser-Wasser-Wärmepumpe ausfällt?

Antworten

Antwort auf: Was ist die Ursache, warum die Wasser-Wasser-Wärmepumpe ausfällt?

Vereiste, außen an der Hauswand verlegte Wasserleistungen (Brunnenwasser). Diese frohren im Winter ein, weil eine entsprechende Isolierung fehlte.

Das Problem war offensichtlich und ließ sich leicht beheben.

Wasser-Wasser-Wärmepumpenanlage

Fragestellungen:

  • Warum verockert der Schluckbrunnen?
  • Was kann man dagegen tun?

Antworten

Antwort auf: Warum verockern die Brunnen?

Weil das Brunnenwasser zu eisenhaltig ist. Und wie die Färbung erkennen läßt, ist auch zu viel Mangan im Wasser.

 

Antwort auf: Was kann man dagegen tun?

Die Beantwortung dieser Frage war hier schon etwas kniffliger, zumal sich ein paar ungewöhnliche Gegebenheiten herausstellten. Einfach zu sagen, dass der Förderbrunnen neu zu bohren ist, wäre hier – wie auch in anderen Fällen – falsch. Denn wer kann sagen, an welcher Stelle und in welcher Tiefe das Wasser eisen- und manganfrei (bzw. eisen- und manganarm genug für Wärmepumpen) ist. In vielen Fällen kann man davon ausgehen, dass tiefere Schichten mehr Eisen und Mangan enthalten als Grundwasserleiter aus den oberen Schichten. Das traf jedoch hier nicht zu. Weiterhin ist die richtige Anordnung der Brunnen, in Abhängigkeit der Fließrichtung des Grundwassers, zu beachten.

Hier dachte der Betreiber zunächst über ein subterrestrische Wasseraufbereitung von mir nach.

Bei der Ortsbesichtigung sah ich mir alle Brunnen an. Es waren insgesamt drei Brunnen vorhanden: Der Förderbrunnen, ein Schluckbrunnen und am Ende des Gartens ein Beregnungsbrunnen. Als wir die Unterwasserpumpe aus dem Beregnungsbrunnen zogen, sah diese aus wie neu – keine Eisen- oder Manganablagerungen! Und das obwohl er die gleiche Tiefe hatte, wie der Förder- und Schluckbrunnen. Das ist sehr ungewöhnlich, was auch mich überraschte. Auf meine Frage, wie lange der Beregnungsbrunnen schon betrieben würde, erhielt ich zur Antwort: Genau so lange wie die anderen Brunnen auch. Darauf hin empfahl ich doch diesen Brunnen als Förderbrunnen für die Wärmepumpen zu nehmen. – Eine Aufbereitung war dann nicht mehr erforderlich.

 

Hinweis:

Eisen und / oder Mangan im Brunnenwasser ist ein K.-o.-Kriterium für Wasser-Wasser-Wärmepumpen! An einer anderen Stelle zu bohren, funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen, die zu prüfen sind.

Hier konnte ich als Mediator eine außergerichtliche Einigung erzielen.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe - defekt

Fragestellungen:

  • Warum fiel die Wärmepumpe aus?
  • Was war die Ursache?

Antworten

Antwort auf: Warum fiel die Wärmepumpe aus?

Weil der Verdampfer aufgrund einer lokalen Vereisung undicht wurde. Das ist an den Aufwölbungen einiger Kanäle erkennbar.

 

Antort auf: Was war die Ursache?

Oftmals ist eine lokale Vereisung durch Verunreinigungen, insbesondere aufgrund von Eisen und / oder Mangan zu erkennen. Das war aber erkennbar hier nicht der Fall. Die Kanäle waren sauber. Folglich konnte dies nur ein zu geringer Durchfluss sein. Meine Untersuchung ergab, dass der Druckverlust über zu enge Rohrleitungen zu groß war, was die Förderpumpe nicht kompensieren konnte. Folglich war der Durchfluss zu klein und der Verdampfer wurde nicht ausreichend mit Brunnenwasser versorgt. Außerdem fehlte ein Strömungswächter der bei einem zu kleinen Durchfluss abschalten soll.

Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Speicherladesystem

Fragestellung:

  • Warum funktioniert die Warmwasserbereitung nicht?
  • Warum sind die Betriebskosten so hoch?

Antworten

Antwort auf: Warum funktioniert die Warmwasserbereitung nicht?

Geplant war ein Speicherladesystem. Als Ladespeicher sollte ein einfacher emaillierter Warmwasserspeicher dienen.Bei diesem Speicher strömt das Wasser seitlich ein, was schnell zu einer Vermischung im Speicher führen kann. Richtig wäre ein Ladespeicher, der so konstruiert ist, dass das einströmende Wasser gegen den oberen Klöpperboden strömt und sich langsam und gleichmäßig verteilt. Ebenso wird das Wasser mittig über den unteren Klöpperboden abgesaugt.

Außerdem war die Speicherladepumpe und damit auch der Durchfluss für die Speicherladung viel zu groß. Bei einer Speicherladung muss das Wasser langsam in den Speicher einströmen.

Offensichtlich handelte es sich hier um ein falsch geplantes (und nicht verstandenes) Speicherladesystem.

 

Antwort auf: Warum sind die Betriebskosten so hoch?

Aufgrund der hohen Durchflüsse zur Speicherladung erfolgte eine Durchmischung im Warmwasserspeicher. Das hatte zur Folge, dass die Wassertemperatur sank. Um den Warmwasserkomfort sicherzustellen, installierte man eine Elektroheizung. Das verursachte hohe Stromkosten.

 

Zusammenfassung:

Bei korrekt eingestellten Durchflüssen für das Speicherladesystem sowie einem echten Ladespeicher, wären die Probleme nicht entstanden. Statt dessen installierte man gem. Vorschlag des Vertriebs einen dafür entwickelten Kombispeicher.

Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage

Fragestellungen:

  • Warum stiegen in den letzten Jahren die Betriebskosten um mehr als das Doppelte?
  • Warum wiederholen sich immer wieder Hochdruckstörungen bei der Warmwasserbereitung?

Dies war ein besonders schwieriger Fall für den vom Gericht bestellten Sachverständigen, einen Kollegen von mir.

Antworten

Antwort auf: Warum stiegen in den letzten Jahren die Betriebskosten um mehr als das Doppelte?

Diese Frage war schwierig zu beantworten, zumal die Betriebskosten anfangs im guten Bereich lagen. Folglich lag die Fehlerursache nicht im Bereich der Planung oder der Ausführung. Oftmals ist es nämlich üblich hier die Ursache zu suchen. Erst ein Blick in die Wärmepumpe gab Aufschluss für die Ursache. Deutlich erkennbar waren sehr ungewöhnliche Blasenspuren oberhalb des Kompressors. Das deutet auf eine starke Überhitzung hin. Weitere Untersuchungen zeigten dann, dass offensichtlich fahrlässig der Hochdruckschalter manipuliert wurde. Es war weiterhin am Schauglas erkennbar, dass Feuchtigkeit in den Kältekreislauf gelangte. Es zeigte sich folgendes Bild:

  1. Am Kompressor waren deutliche Spuren durch Überhitzung erkennbar.
  2. Unzulässiger weise wurde versucht, den Hochdruckschalter in der Wärmepumpe zu verstellen, so dass er nach Möglichkeit nicht mehr auslöste.
  3. Der Kältekreislauf wurde geöffnet und offensichtlich ohne Evakuierung einfach nachgefüllt. Dadurch gelangte Feuchtigkeit in den Kältekreislauf.

 

Antwort auf: Warum wiederholen sich immer wieder Hochdruckstörungen bei der Warmwasserbereitung?

Es handelte sich auch hier um ein Speicherladesystem. Dabei ist zu beachten, dass die Wärmepumpe mit einem relativ großen Druchfluss und einer relativ kleinen Temperaturdifferenz arbeiten sollte. Der Ladespeicher muss dagegen mit einem kleinen Durchfluss aber mit einer entsprechend hohen Temperaturdifferenz geladen werden. Um den richtigen Durchfluss zur Speicherladung einstellen zu können, ist entweder ein Durchflusssteller oder ein Thermostatventil erforderlich. Beides fehlte hier. Weil somit der optimale Durchfluss nicht einstellbar war, wurde die Wärme bei Nachladungen des Warmwasserspeichers nicht mehr ausreichend abgegeben. Das verursachte in der Wärmepumpe dann die Hochdruckstörung.

Anstatt für einen ordnungsgemäß vorgegebenen Durchfluss zu sorgen, versuchte man durch Manipulationen am Hochdruckschalter die Hochdruckstörungen zu beseitigen. Und weil die Wärmepumpe so sehr weit in den Hochdruckbereich arbeitete, verbrauchte der Kompressor sehr viel Strom. Das erklärt auch, warum zwei Jahre später in einem kurzen Zeitraum die Stromkosten so stark anstiegen.

Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage mit Solaranbindung

Fragestellungen:

  • Was sind die Ursachen für geplatzte Warmwasserleitungen?
  • Warum war die Warmwasserversorgung unzureichend?
  • Warum werden einige Räume nicht richtig warm?

Antworten

Antwort auf: Was sind die Ursachen für geplatzte Warmwasserleitungen?

Es gab zwei Ursachen:

  1. Für die Sanitärinstallation waren PE-Leitungen verlegt – auch für die Warmwasserleitungen! Diese dehnen sich bei Wärme und Druck schnell aus und platzen. – Außerdem waren sie nicht vorschriftsmäßig isoliert.
  2. Am Kaltwasseranschluss des Warmwasserspeichers war ein Rückschlagventil so installiert, dass es einen Rückfluss und damit einer Entlastung bei Wärmeausdehnung verhinderte und
  3. es fehlte das vorgeschriebene Überdruckventil.

Zur Warmwasserbereitung diente eine Solaranlage. Bei entsprechend starker Solareinstrahlung wurde der Speicher komplett erwärmt. Das sich ausdehnende Wasser konnte nicht entweichen, was fast zum Bersten des Warmwasserspeichers führte.

 

Antwort auf: Warum ist die Warmwasserbereitung unzureichend?

Es war ein bivalenter Solarspeicher installiert. Am oberen Wärmetauscher des Speichers war die Wärmepumpe angeschlossen und am unteren Wärmetauscher die Solaranlage. Der obere Wärmetauscher ist für die Wärmeübertragung von der Wärmepumpe zu klein. Somit ist die von der Wärmepumpe erzeugte Wärme über den zu kleinen Wärmetauscher nicht ausreichend übertragbar. Das führt bei höheren Warmwassertemperaturen zu einer Hochdruckstörung. Um diese zu vermeiden, wurde die Sollwerttemperatur kleiner eingestellt. Das wiederum führte zu einer unbefriedigenden Warmwasserbereitung. Nur wenn die Sonne schien, war ein ausgiebiges Duschbad möglich.

Der gewählte bivalente Warmwasserspeicher passte nicht zum Gesamtkonzept.

 

Antwort auf: Warum werden einige Räume nicht richtig warm?

Dies war ein hydraulisches Problem, wofür es zwei Ursachen gab:

  1. Die Fußbodenheizkreise haben einen zu großen Verlegeabstand. Das erfordert höhere Vorlauftemperaturen.
  2. Es mangelt am hydraulischen Abgleich, bei dem die Durchflüsse so einzustellen sind, dass die Temperaturdifferenzen über die Kreise möglichst klein und gleich sind.

Beides war hier nicht gegeben. Um eine ausreichende Wärme gleichmäßig in alle Räume zu bringen, musste die Vorlauftemperatur zu Lasten des Wirkungsgrades angehoben werden.

Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage mit Erdsonden

Fragestellung:

  • Wo ist die Undichtigkeit bei dem Sole-System?

Antworten

Der Betreiber musste über mehrere Jahre immer wieder Glykol nachfüllen und wurde von seinem Brunnenbauer hingehalten. Installiert war ein Solesystem mit drei Erdsonden. Im Vorfeld sah ich mir die Problematik anhand von Unterlagen an, um mich auf den Ortstermin vorzubereiten. Es kristallisierte sich heraus, dass eine bestimmte Sonde undicht sein könnte. Dazu klemmte ich die bereits freigelegte Erdsonde ab, um sie abzudücken. Es war dann schnell erkennbar, dass diese den Druck nicht hielt.

 

Antwort auf: Wo ist die Undichtigkeit bei einem Sole-System?

Es wurde gezielt die von mir vermutete undichte Erdsonde geprüft. Die Prüfung bestätigte meinen Verdacht, die überprüfte Erdsonde war undicht.

 

Hinweis:

Auch hier wurde das Erdreich unzulässig mit Glykol kontaminiert!

Hier konnte ich als Mediator eine außergerichtliche Einigung erzielen.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Fragestellungen:

  • Warum steigen die Heizkosten über die beiden Betriebsjahre zunehmend an?
  • Warum wird es im Bad und Nebenzimmer nicht richtig warm?
  • Warum ist es im Erdgeschoss deutlich wärmer als im Obergeschoss?

Antworten

Dies war wieder mal ein echt spannender Fall. Erst nachdem ich mich tief in den Fall einarbeitete, erkannte ich die Ursache.

 

Antwort auf: Warum steigen die Heizkosten über die beiden Betriebsjahre zunehmend an?

Das ist schon unüblich. Der Betreiber belegte mir anhand seiner Dokumentation von Betriebsstunden und -kosten den allmählich jährlichen Anstieg. Aufgrund weiterer Inforamtionen und Dokumentationen sowie Serviceberichten hinsichtlich mehrerer Nachbesserungen suchte ich zunächst die Ursache bei der Wärmepumpenanlage. Aber das ergab kein Bild. Auch aus den zahlreichen Unterlagen und Serviceberichten vom Hersteller der Wärmepumpe konnte ich mir kein Bild machen. Also widmete ich mich erst mal der nächsten Frage…

 

Antwort auf: Warum wird es im Bad und Nebenzimmer nicht richtig warm?

Hier war es naheliegend die Ursache erst mal in einem hydraulischen Mangel zu suchen. Dazu studierte ich die Wärmebedarfsberechnung sowie die Voreinstellungen und Durchflüsse der einzelnen Fußbodenheizungskreise. Auch das ergab noch kein schlüssiges Bild. Also auf zur nächsten Frage…

 

Antwort auf: Warum ist es im Erdgeschoss deutlich wärmer als im Obergeschoss?

Das ist in der Tat kurios, weil bekanntlich Wärme nach oben steigt. Hier aber offensichtlich nicht. Ich fragte mich: Warum nicht?

Allmählich kam ich zu dem Ergebnis, dass offensichtlich bauliche Mängel die Ursache sein könnten. Ich kam immer mehr zu dem Schluss, dass Wärme nach oben entwich. Darauf hin empfahl ich den Bauherren einen Bausachverständigen hinzuzuziehen. Doch auch er fand erst mal keine offensichtlichen Mängel. Es wurde spannend.

Ich beschloss mit dem Bauherren, dass ich, sobald die Außentemperatur deutlich unter 0°C ist, zu ihm komme um Messungen durchzuführen. Dazu empfahl ich auch den Bausachverständigen mit hinzuzuziehen. Natürlich lud ich auch den Bauträger mit ein. Vor Ort war klar festzustellen, dass es im Erdgeschoss deutlich wärmer war als im Obergeschoss, insbesondere im Bad und in einem Nebenraum. Dort erkannte ich eine starke Schwitzwasserbildung an zwei Dachfenstern. Das Wasser lief sogar die Wände herunter. Da musste was nicht stimmen!

Zunächst stellte der Bausachverständige keine offensichtlichen Mängel fest. Nachdem ich empfahl, den Baukörper (das Dach) zu öffnen, waren Baumängel erkennbar. Die Dampfsperre war nicht ordnungsgemäß verarbeitet und es entstand eine Wärmebrücke. Dort kondensierte Feuchtigkeit, wodurch die Wärmebrücke größer wurde. Das erklärte auch die allmählich ansteigenden Heizkosten.

 

Zusammenfassung:

Es lag kein Mangel bei der Wärmepumpenananlage; vielmehr verursachten bauliche Mängel eine Wärmebrücke, die aufgrund zunehmender Durchfeuchtung größer wurde.

Auch hier konnte ich durch Mediation eine außergerichtliche Einigung herbeiführen.

Abluft-Wärmepumpe

Fragestellungen:

  • Warum sind die Heizkosten so hoch?
  • Warum ist die Warmwasserbereitung so unbefriedigend?
  • Ist dies ein gutes Konzept?

Antworten

Antwort auf: Warum sind die Heizkosten so hoch?

Wie aus der Abbildung zu entnehmen ist, dient die Abluft aus dem Gebäude als Wärmequelle für die Wärmepumpe. Für die Gebäudeheizung wurden Heizkörper installiert, so wie es aus den Werbeunterlagen zu entnehmen ist.

Das erinnert mich etwas an die Stallwärmepumpe. Nur das hier warme Luft der Wärmepumpe zugeführt wird und kalte Luft von außen wieder einströmt. Diese kalt einströmende Luft muss natürlich wieder über die Heizkörper erwärmt werden. Als ich mir die Gebäudeheizlastberechnung nach DIN EN 12831 ansah, stellte ich fest, dass die Lüftungsverluste viel zu gering angesetzt waren. Es blieben die hohen Lüftungswärmeverluste unbeachtet. Dazu kommt, dass die Heizkörper mit höheren Vorlautemperaturen beheizt werden, was den Wirkungsgrad der Wärmepumpe mindert.

 

Antwort auf: Warum ist die Warmwasserbereitung so unbefriedigend?

Der Warmwasserinhalt hat hier ein Volumen von 180 l. Spätestens nach dem zweiten Duschbad nimmt die Warmwassertemperatur ab, was den Warmwasserkomfortmindert. Dazu kommt, dass es bei einer maximalen Heizleistung von nur 6 kW fast bis zu einer Stunde dauert, bis der Warmwasserspeicher wieder aufgeladen ist.

Das ist übrigens kein Einzelfall, sondern häufiger bei sogenannten Kombiwärmepumpen anzutreffen. Der Kombispeicher ist unpassend und für die Warmwasserbereitung eines üblichen Wohnhauses für vier Personen in Verbindung mit einer Wärmepumpe zu klein und ungeeignet.

 

Antwort auf: Ist dies ein gutes Konzept?

Eindeutig: „Nein, das ist kein gutes Konzept.“

  1. Die Lüftungswärmeverluste sind viel zu hoch
  2. Die Gebäudebeheizung mit hohen Vorlauftemperaturen für Heizkörper mindert den Wirkungsgrad und
  3. ist der Warmwasserinhalt für einen Vier-Personen-Haushalt zu gering.

Es fehlt wie bei fast allen Wärmepumpenanlagen die Berechnung des Warmwasserbedarfs nach DIN 4708-2. Die Warmwasserbereitung wurde planerisch nicht berücksichtigt, wie in vielen anderen Fällen auch.

Wasser-Wasser-Wärmepumpenanlage

Fragestellung:

  • Ist die Wärmepumpe lauter als vom Hersteller zugesagt oder hält sie die zugesagten Schallemissionswerte ein?

Antworten

Antwort auf: Ist die Wärmepumpe lauter als vom Hersteller zugesagt oder hält sie die zugesagten Schallemissionswerte ein?

Die zugesagten Schallemissionswerte werden nicht eingehalten, was ich anhand von mehreren und umfangreichen Schalldruckmessungen eindeutig nachweisen konnte.

Es war das Ziel meines Mandanten hier eine einvernehmliche Lösung zu finden. Mein Gutachten diente dazu, die Nichteinhaltung der Zusagen des Herstellers nachzuweisen.

Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage für ein Mehrfamilienhaus

Fragestellung:

  • Warum sind die Heizkosten für alle Wohnungen so hoch?

Antworten

Antwort auf: Warum sind die Heizkosten für alle Wohnungen so hoch?

 

Hierbei handet es sich um ein neues dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit mehreren Eigentumwohnungen in ruhiger Lage mit guter Verkehrsanbindung. Es wandte sich der Bauträger am mich, mit der Bitte die Heizungsanlage dahingehend zu prüfen.

Zunächst prüfte ich, ob die Auslegung der Heizungsanlage, einschließlich der Erdsonden  korrekt sind. Messungen an den Erdsonden ergaben zum Jahresbeginn, dass die Soletemperaturen noch deutlich im Plusbereich waren. Das machte mich zum ersten Mal stutzig, aber den Fehler erkannte ich noch nicht. Es war schon spannend. Dann bat ich den Heizungsbauer um die Schemapläne. Und als ich mir diese ansah, traute ich erst mal meinen Augen nicht. Es handelte sich schlicht und einfach um einen Planungsfehler, aber nicht vom Handwerker, sondern vom Hersteller. Aufgrund dieser Planung wurde das Wasser und zum Teil auch das Heizungswasser mittels einer ELO-Box, also elektrisch erwärmt. Das schonte zwar Erdsonden, weshalb die Soletemperaturen sogar nahezu dem Ende der Heizperiode noch hoch waren aber nicht den Geldbeutel der Wohnungseigentümer.

Wasser-Wasser-Wärmepumpenanlage für ein Mehrfamilienhaus

Fragestellung:

  • Warum sitzen immer wieder die Schluckbrunnen zu?

Antworten

Antwort auf: Warum sitzen immer wieder die Schluckbrunnen zu?

 

Auch hierbei handet es sich um ein neues größeres Mehrfamilienhaus. Für den Bau war eine Grundwasserabsenkung erforderlich. Da war es naheliegend, die anschließend nicht mehr benötigten Brunnen als Wärmequelle für eine Wärmepumpe zu nutzen. Das ist erst mal eine gute Idee. Doch bei einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist grundsätzlich eine Wasseranalyse erforderlich. Sind die Werte für Eisen oder Mangan zu hoch, setzen sich die Schluckbrunnen zu – und dann geht nichts mehr! Die Wärmepumpe steht und das Mehrfamilienhaus wird ellektrisch beheizt. Das erhöht erheblich die Heizkosten und damit den Streitwert. Leider ist der Bauunternehmer uneinsichtig, was natürlich die Kosten erheblich nach oben treibt…

Wasser-Wasser-Wärmepumpenanlage für ein Großprojekt

Fragestellungen – auszugsweise:

  • Ist der Plattenwärmetauscher zum Kühlen defekt und wie konnte es zu dem Defekt kommen?
  • Ist der Plattenwärmetauscher zum Heizen vorgeschädigt?
  • Sind die Plattenwärmetauscher richtig installiert und ist die vom Hersteller vorgegebene Wartung möglich?
  • Ist ein eingebauter Regelkugelhahn zur Problemlösung geeignet?
  • Ist die Dokumentation ordentlich und ausreichend?
  • Und noch etliche weitere Fragestellungen zu diversen weiteren Mängeln.

Antworten

Antworten auf die Fragen:

  • Ist der Plattenwärmetauscher zum Kühlen defekt und wie konnte es zu dem Defekt kommen?
  • Ist der Plattenwärmetauscher zum Heizen vorgeschädigt?
  • Sind die Plattenwärmetauscher richtig installiert und ist die vom Hersteller vorgegebene Wartung möglich?
  • Ist ein eingebauter Regelkugelhahn zur Problemlösung geeignet?
  • Ist die Dokumentation ordentlich und ausreichend?

 

Hierbei handet es sich um ein neues großes Bürogebäude mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe, mit einer Heizleistung von über 300 kW. Dieses Projekt wird schon seit mehreren Jahren von einem Planungsbüro begleitet. Berechtig beanstandete Mängel wurden ignoriert, weshalb ich unterstützend hinzugezogen wurde. Dies ist ein erschreckendes Beispiel für Fehlplanungen mit falschen Einsparungen. Doch nun der Reihe nach:

 

Eine meiner ersten Frage war nach einer Wasseranalyse. Fehlanzeige – es gab keine aussagekräftige Wasseranalyse – und das bei einer so großen Wärmepumpenanlage! Da war ich erst mal sprachlos!

 

Und hier zur ersten Frage: Ist der Plattenwärmetauscher zum Kühlen defekt und wie konnte es zu dem Defekt kommen?

Es waren zwei große geschraubte Edelstahlplatte-Wärmetauscher, einer zum Heizen und einer zum Kühlen in Reihe geschaltet. Beide werden vom Brunnenwasser durchströmt. Sekundärseitig vom Plattenwärmetauscher zum Heizen wird die Wärmepumpe über einen Solekreislauf mit Wärme versorgt. Der Planer stellte sekundärseitig am Plattenwärmetauscher zum Kühlen ein Vakuum fest, was beim Ortstermin bestätigt wurde. Wie war das nur möglich? Ich stellte anhand der Unterlagen fest, dass der Höhenunterschied zwischen den im Kelller ankommenden Rohren vom Förder- und Schluckbrunnen und dem Grundwasser deutlich höher als 10 m sind. Die Folge war ein Abriss der Wassersäule zum Schluckbrunnen hin, wenn die Brunnenpume abschaltete. Die Rohre hatten Nennweiten von 150 mm. Wenn die Unterwasserpumpe dann einschaltet prallen aufgrund der größeren Rohrlängen einige Tonnen Wasser aufeinander – und Wasser ist inkompressiebel! Daraus resultieren erhebliche Druckschläge, dies sich aufgrund der vom Hersteller der Wärmetauscher vorgeschriebenen, jedoch fehlenden flexiblen Anschlüsse umso stärker auswirkten. Die Wärmetauscher waren fest an die Rohrleitugen angeflanscht. Um die Druckstöße etwas zu mindern, hatte man eine Handabsperrklappe eingebaut. Das ist mehr als unprofessionell!

 

Nächste Frage: Ist der Plattenwärmetauscher zum Heizen vorgeschädigt?

Es war beim geschraubten Plattenwärmetauscher keine Undichtigkeit festzustellen. Allerdings gehe ich davon aus, dass wenn der Plattenwärmetauscher zum Kühlen defekt ist der Plattenwärmetauscher zum Heizen mit großer Wahrscheinlichkeit vorgeschädigt ist.

 

Nächste Frage: Sind die Plattenwärmetauscher richtig installiert und ist die vom Hersteller vorgegebene Wartung möglich?

Hierzu vertrat der Planer die Ansicht, dass es doch besser sei, wenn die Plattenwärmetauscher parallel anstatt in Reihe zu schalten sind. Wir besprachen die Vor- und Nachteile beider Varianten und kamen gemeinsam zu dem Ergebnis, dass die Reihenschaltung in Ordnung ist.

Aber dennoch sind die gescchraubten Plattenwärmetauscher falsch installiert, weil die vom Hersteller vorgeschriebene Wartung nicht möglich ist.

 

Nächste Frage: Ist ein eingebauter Regelkugelhahn zur Problemlösung geeignet?

Weiterhin hatte man seitens des Auftragnehmers versucht die Druckstöße mit einem Regelkugelhahn abzumildern. Dazu muss man wissen, dass wenn eine Unterwasserpumpe abgeschaltet wird, dass Wasser nur noch kurz fließt. Aber bis ein Regelkugelhahn schließt dauert es zu lange bis er geschlossen und geöffnet ist. Druckstöße lassen sich damit bestenfalls mindern, aber nicht vermeiden. Ein Regelkugelhahn kann nicht die Lösung sein. Die Lösung wäre ein Druckhalteventil im Schluckbrunnen. Die Unterwasserpumpe im Förderbrunnen hat ein Rückschlagventil, welches ein Rückfließen verhindert.

 

Nächste Frage: Ist die Dokumentation ordentlich und ausreichend?

Der Planer beanstandete berechtigt immer wieder die unvollständige Dokumentation.

 

Eines Tages erhielt ich dann einen Alarmanruf: Die Sole ist extrem heiß, obwohl die Wärmepumpe nicht lief! Was ist nun wieder passiert? Als ich dort hin fuhr und wir uns die Anlage genauer ansahen, stellten wir fest, dass aufgrund einer Fehlschaltung als Folge einer Änderung in der MSR-Technik die beiden Soleumwälzpumpen im Zwischenkreislauf zwischen Wärmepumpe und Wärmetauscher Heizen dauerhaft liefen. Man konnte anhand einer Temperaturaufzeichnung sehen, wann diese einschalteten und wie sich der Solekreislauf allmählich aufheizte, verursacht durch die Wärmeabgabe der beiden Soleumwälzpumpen.

Wärmeversorgung überein kaltes Nahwärmenetz mittels Eisspeicher

Fragestellung:

  • Ist die Planung und Wärmeversorgung über einen Eisspeicher und einem kalten Nahwärmenetz zur Versorgung einzelner Wärmepumpen in den Wohnhäusern richtig korrekt?

Antworten

Antworten auf die Frage: Ist die Planung und Wärmeversorgung über einen Eisspeicher und einem kalten Nahwärmenetz zur Versorgung einzelner Wärmepumpen in den Wohnhäusern richtig korrekt?

Die Beantwortung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.